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Unsere Werte, Mission und Vision

Willst du mit dafür Sorge tragen, dass Wildnis regional und weltweit erhalten bleibt oder ausgebaut wird?
Dann mach mit und engagiere dich aktiv und persönlich!

Denn: Wir Menschen können die Wildnis als Lebensgrundlage sehr wohl zerstören. Die Menschheit hat dies leider mehrfach in der Geschichte bewiesen.

Doch warum ist es höchste Zeit, dass wir persönlich aufstehen und etwas dafür tun, dass Wildnis geschützt wird?

Weil das vom Menschen forcierte Artensterben und der Klimawandel dich und mich, aber auch unsere Kinder bedrohen!
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Artenschutz


Für Leser, die mehr wissen wollen:

Hier ein Auszug aus http://www.wwf.de/themen-projekte/weitere-artenschutzthemen/rote-liste-gefaehrdeter-arten/:

Beginn des Auszugs:

Nach der aktuellen Roten Liste der weltweit bedrohten Tiere und Pflanzen, welche die Weltnaturschutzunion (IUCN) am 2. Juli 2013 vorstellte, werden knapp ein Drittel aller 70.294 untersuchten Arten, nämlich 20.934, als gefährdet gelistet. Das sind rund 1100 Arten mehr als noch im Juni 2012. Da insgesamt jedoch nur ein Bruchteil der bereits bekannten Spezies bislang bewertet wurde, liegen die tatsächlichen Zahlen wohl weitaus höher.

Ende des Auszugs.

(Weil) Dies bedeutet, dass fast ein Drittel aller Arten auf unserem Planeten gefährdet oder vom Aussterben bedroht ist!


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Für Leser, die von den Konsequenzen mehr wissen wollen:

a) zur globalen Situation heißt es in Wikipedia: "Neueste Erhebungen gehen davon aus, dass die derzeitige Aussterberate von 3 bis 130 Arten pro Tag um den Faktor 100 bis 1000 über dem natürlichen Wert liegt.[...] Der im Frühjahr 2010 veröffentlichte Bericht im Auftrag der UN-Biodiversitätskommission zieht eine katastrophale Bilanz: ein Autor vergleicht die heutige Situation mit der vor dem Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren. Man sehe die Vorboten des 6. Massensterbens während der Erdgeschichte und befürchtet so genannte Tipping Points: plötzliche, unvorhersehbare Situationen oder Ereignisse, welche umgehend eine ganze Kaskade von nicht kalkulierbaren Folgen innerhalb komplexer, ganzer Systeme, auch für die Menschheit, auslösen können. Es wird der Übergang von einem graduellen Artensterben zu einem mit Verlusten katastrophalen Ausmaßes beschrieben, das nur sehr schwer umkehrbar sei." (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Aussterben#Aktuelle_Situation)
b) zur Situation in Deutschland: ca. 10 % aller Arten sind auch bei uns in Deutschland gefährdet oder vom Aussterben bedroht!  (Quelle: http://www.bund.net/themen_und_projekte/biologische_vielfalt/naturschutz/artenschutz/galerie_bedrohter_arten/)

Viele Menschen fragen sich, ob sie denn überhaupt etwas dagegen ausrichten können, ob ihr Beitrag denn einen Unterschied macht und ob die Zerstörung der Wildnis (Natur) auf diesem Planeten überhaupt noch aufzuhalten ist.

Diesen Menschen sagen wir: Wir wissen nicht ob es aufgehen wird, dass wir Menschen das Artensterben aufhalten und mit der Wildnis wieder im Einklang, in Balance leben können.

Aber: wenn wir bei uns, in unserem Leben und Aktionsradius anfangen und andere Menschen um uns herum anstecken ebenfalls nachhaltiger, ja schonender mit den Ressourcen unserer Wildnis umzugehen und die Wildnis aktiv schützen, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir es schaffen werden!

Aber genauso: wenn wir aufgeben oder inkonsequent leben und die Augen vor der Zerstörung zumachen, uns eben nicht engagieren - dann wird diese Zerstörung viel früher kommen als es uns und unseren Kindern lieb ist.

Der Beweis dafür sind zum einen die Auswirkungen des Klimawandels, die uns bereits HEUTE treffen, aber auch die Katastrophen wie Fukoshima, die beweisen, dass wir Menschen eben nicht alles im Griff haben.

Wir von SW engagieren uns wie folgt:Ruhestein

a) regional beim Naturschutzzentrum Ruhestein im Nationalpark Schwarzwald
bei Aktionen zum Naturschutz vor Ort.

Wenn du beim Naturschutz in deiner Region Deutschland mitmachen möchtest dann such dir über das
Bundesamt für Naturschutz ein Schutzgebiet aus oder melde dich beim BUND bzw. Nabu für ein konkretes Projekt an!

b) international in Namibia bei der Unterstützung der Buschmänner (San)Nyae_Nyae
der dortigen Wildlife Conservancy Agency (Download Broschüre) im Schutzgebiet
Nyae Nyae, sei es direkt
(mit Reisen und Hilfseinsätze vor Ort) oder über die Stiftung Ombili vor Ort.

Wenn du Interesse an einer Reise zu den Buschmännern (San) hast, dann melde dich doch bei unserem Team!
Bei den Buschmännern kannst du entweder zu Fuß / Auto mit diesen in die Wildnis des Nyae Nyae Schutgebiets
fahren und/oder praktisch in einem Dorf der Buschmänner bei praktischer Entwicklungshilfe anpacken helfen!
Wir freuen uns auf deine Rückmeldung! Zu unseren Kontaktdaten geht es hier.

 

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Was bringt die Wildnis mir als Einzelperson oder als Gruppe überhaupt?

Auch wenn diese Frage aus einer menschen-zentrierten Sichtweise stammt kann sie erstaunlich gut beantwortet werden. Ob du, lieber Leser, diese Antworten jedoch für dich annehmen und nutzen kannst hängt viel davon ab, ob du bereit bist sie draußen in der Wildnis zu testen, d.h. auszuprobieren! Wir möchten im folgenden versuchen, dir einige unserer Erfahrungen zu beschreiben, die uns dabei geholfen haben.

Halten wir noch einmal fest: wenn wir von Natur reden, sprechen wir von Wildnis, nicht etwa von dem noch so schön gepflanzten Wald am Stadt- oder Dorfrand (und wenn dort die Blumen noch so schön blühen)!

Rechts ein Beispiel aus dem Bannwald vom Ruhestein im Nordschwarzwald (Bannwald bedeutete im Mittelalter ein Wald, in dem nur die Grundbesitzer jagen durften; der Wald war für andere "gebannt", d.h. verboten), der seit seit 1911 als eines der ältesten Naturwaldreservate in Deutschland besteht. Das Foto zeigt einen Weg hinunter zum Wildsee, nicht etwa eine Waldlichtung! Hier wird sichtbar:

1. Erfahrungen in der Wildnis machen dich selbst wilder und damit entschlossener wichtige Dinge in deinem Alltagsleben genauso entschlossen und hartnäckig anzupacken wie du die Wildnis durchquert hast!

Klick hier um mehr über Touren dazu zu erfahren.

Ruhestein_Wildnis

2. Erfolgreich Herausforderungen in der Wildnis (mit anderen) gemeistert zu haben stärkt dein Selbstbewusstsein und Stehvermögen in deinem Alltagsleben.

Wie z.B. rechts eine Wildwasser-Durchquerung der Røa (hier WW 3) im norwegischen Femund-National-park bei ca. 8 Grad Wasser-Temperatur. Tobi - alle Achtung für deinen Einsatz!

Ähnliche  Herausforderungen können sein: Trekking querfeldein, Klettern / Bergtouren, Wildwasser-Kajak / -Canadier / Raftingboot fahren, Canyoning, Klippenspringen, Schluchten oder Sümpfe überqueren, Tiere aufspüren, Nachtwandern, Übernachten in der Wildnis o.ä.

Klick hier um mehr über Touren dazu zu erfahren!
Roa_Wildwasserquerung

3. In der Wildnis kannst du dich vor und nach deinen Anstrengungen genial erholen.  Hier findest du DIE Balance nicht nur für deinen Körper, sondern auch für deinen Geist und deine Seele. Als Wildnisführer achten wir mit Augenmaß und Gespür auf die Bedürfnisse unserer Gäste als Gruppe und auch für den Einzelnen wo es sicher und für die Tour gesehen gut möglich ist.

Die Entspannung in der Wildnis geht für uns tiefer als die Entspannung in einem X-Sterne-Hotel!

Rechts entspannen unsere zwei Söhne im Femund Nationalpark in Norwegen.

 Entspannung_Femund

4. In der Wildnis kannst du gemeinsam mit deinen Freunden oder mit deinen Söhnen und Töchtern Erfahrungen erleben, die euch tiefer zusammenbringen als vieles andere.

Wenn ihr bereits eine gute Beziehung habt - wunderbar! Dann können die gemeinsamen Erfahrungen für euch ganz besondere Höhepunkte in eurem Leben werden und euer Vertrauen zueinander tiefer als je zuvor. Und wenn eure Beziehungen eher angespannt sind, dann nutzt die Zeit um zuerst selbst zu entspannen und danach wieder aufeinander zuzugehen. Dies kann auch dann  noch funktionieren, wenn eure Kinder bereits erwachsenen sind. Daran könnt ihr mit Erfolg anknüpfen wenn ihr im Alltag weiter an euren Beziehungen arbeitet. Rechts auf dem Bild ist unser jüngster Sohn gemeinsam mit mir als Vater im Fulufjället Nationalpark in Schweden zu sehen.

Klick hier um mehr über Touren dazu zu erfahren!

 Vater_sohn

5. In der Wildnis kannst du die erstaunliche Schönheit unseres Planeten im Großen wie im Kleinen sehen

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass du deine Augen bewusst öffnest nicht nur für die großen sondern auch für die kleinen Dinge vor deinen Augen bzw. neben deinen Füßen!

Noch einen Schritt weiter kommst du wenn du dir die Zeit nimmst (und dafür geben wir auf unseren Reisen bewusst Zeit) alleine unterwegs zu sein oder an einem Ort zu sitzen und einfach nur zu erleben, zu beobachten, zu genießen oder nachzudenken.

Denke auch daran, dass deine Seele Nahrung braucht, damit sie wieder mitkommen kann!

 Wunder_im_kleinen

6. Die unserer Erfahrung nach tiefgreifendste Wirkung auf unser Leben besteht darin in der Wildnis GOTT zu begegnen

Wir respektieren aber auch Menschen, die nicht dieser Auffassung sind und werden keinen versuchen dazu zu überreden! Wir haben gelernt Überzeugungen stehen zu lassen und offen und ehrlich über unsere eigenen Erfahrungen zu reden.

Gott zu begegnen können wir als Wildnisführer nicht für dich tun. Du musst IHN selbst suchen. Wir können dies auch nicht herbeireden. Du erlebst es oder (noch) nicht. Was wir aber tun können ist dir zu erzählen wie es uns passiert (ist) oder gemeinsam in der Bibel darüber lesen wie andere Menschen diesem Gott begegnet sind und wie sie SEIN Reden wahrgenommen haben. Danach beginnt für dich und uns das Abenteuer der Begegnung mit DEM, der uns erschaffen hat.

 Gottesbegegnung
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Leider gibt es in der Naturwissenschaft keine allgemein anerkannte Definition von Wildnis.

Daher verwenden wir von SW folgende Definition:

Wildnis sind kleine oder größere Landschaften, die geeignet sind, dass natürliche Prozesse ablaufen bzw. wiederhergestellt werden können. Aus diesen hält sich der Mensch mit Siedlungen oder Eingriffen konsequent raus.

Wildnis_Beispiel_Fulufjaellet

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Für Leser, die mehr wissen wollen:

Als Erklärung zur Entstehung des Wildnisbegriffs dient folgender Ausschnitt zur genaueren Definition von Wildnis aus einer Webseite des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS), dem ältesten Naturschutzverein Deutschlands (seit 1869) zum Thema Wildnis (Quelle: http://www.naturpark-siebengebirge.de/Wildnis.htm):

Beginn des Ausschnitts vom VVS:

 

In der wissenschaftlichen Diskussion besteht keinerlei Einvernehmen über den Wildnisbegriff, dessen Vieldimensionalität R.Nash (1982) deutlich beschreibt. B.Jessel (1997) und E.Brouns (2003) lehnen eine ausschließliche Anwendung der IUCN-Definition eines Wildnisgebietes ab „Ein großräumiges Gebiet, das seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat, eine weitgehend ungestörte Lebensraumdynamik und biologische Vielfalt (Biodiversität) aufweist, in dem keine ständigen Siedlungen sowie sonstige Infrastrukturen mit gravierenden Einfluss existieren und dessen Schutz und Management dazu dienen, seinen ursprünglichen Charakter zu erhalten.“ Eine Anwendung nur dieser Definition von Wildnisgebieten berge die Gefahr, kleinere Wildnisinseln in siedlungsnahen Gebieten auszugrenzen. So hänge das Entstehen von Wildnis im klein gekammerten Europa nicht von der Großräumigkeit eines Gebietes ab. Gerade in der Nähe bevölkerungsreicher Regionen ist die Einrichtung auch kleinerer Wildnisgebiete äußerst sinnvoll, um sie als Kontrast zu zivilisatorischer Ordnung und Prägung erlebbar zu machen.

Dieser Auffassung neigen das europäische Parlament in einem im Februar 2009 verabschiedeten Bericht und in die Prager Konferenz der EU im Mai 2009 zu, wenn sie Wildnis in Europa in Anlehnung an IUCN-Kriterien auch definieren als: Kleinere, fragmentierte Landschaften, deren ökologische Rahmenbedingungen (noch) geeignet sind oder soweit wiederhergestellt werden können, dass natürliche oder naturnahe Entwicklungsprozesse weiterhin oder zukünftig ablaufen können und in denen keine ständigen Siedlungen sowie sonstige Infrastrukturen mit gravierendem Einfluss existieren und eine Wiederherstellung von Wildnis fordern.

In der Tat stellen Wildnisgebiete sowohl in der Idee als auch im Erscheinungsbild einen Kontrapunkt zur Zivilisation dar: Indem wir menschliche Eingriffe auf solchen Flächen unterlassen, kann sich die Natur eigenständig in ihrer ganzen Dynamik entfalten, können Entwicklungen und Prozesse ablaufen, die sich unserem Planen, Handeln und unseren Prognosen entziehen. Wildnis sind danach Gebiete, die wir bewusst aus der Begehrlichkeit unseres Wollens heraushalten, wo wir unsere auf Nutzbarkeit gerichtete Einflussnahme beenden und möglichst ungestörte Ablaufe zulassen.

 

Ende des Ausschnitts vom VVS

 

 

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Die Wildnis (im folgenden auch als Natur betrachtet) als eine Landschaft, die Gott schuf bzw. entstehen ließ,
hat Wert an sich UND hat Wert für uns Menschen!

Wie auch wir Menschen muss die Wildnis diesen Wert uns gegenüber nicht beweisen. Sie HAT schlicht und ergreifend Wert. Die Wildnis IST wertvoll. Nicht nur für uns Menschen, denn wir Menschen sind nicht alleine der Maßstab, sondern auch für sämtliche Lebewesen auf diesem Planeten. Wir Menschen brauchen zahlreiche wilde Pflanzen und Tiere zu unserem Überleben und zwar zwingend! Daher auch der Kampf um die Artenvielfalt, denn die Monokulturen dieser Welt bergen große Risiken für unser Überleben!

Wir Menschen brauchen die Wildnis. Die Wildnis aber braucht uns Menschen nicht (um zu überleben).

 

Wert_von_Wildnis_Beispiel_Ameisen

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Für Leser, die mehr wissen wollen:

Dass wir von der Wildnis existentiell abhängig sind beweist alleine schon das beständig neue Wiedereinkreuzen von genetischen Eigenschaften des wilden Getreides in unsere so hochgezüchteten Getreidesorten ohne die wir Menschen bislang die Gefahren des Schwarzrosts o.a. menschheitsgefährdender Schädlinge nicht überlebt hätten. Diese Gefahr ist jedoch auf Dauer niemals gebannt, denn diese Schädlinge passen ebenfalls ihre genetischen Eigenschaften an und wir Menschen müssen permanent dran bleiben, um neue Lösungen mit Hilfe der Pflanzen und Tiere der Wildnis zu finden und das auch noch in Windeseile bevor ein Schädling sich global verbreitet und unsere Existenz als Menschheit gefährdet! Die Abwehr dieser Gefahren geschieht mithilfe von Wissenschaftlern oft ohne dass die Mehrheit der Bevölkerung dies erfährt. Gott sei Dank ist es seit der Kartoffelfäule (Phytophtora infestans) 1845/46 in Irland bis zur Abwehr des Schwarzrost Ug99 (entdeckt im Jahr 1999) bislang immer wieder gelungen (Quelle: http://www.agrarheute.com/getreideschwarzrost-biowaffe?suchbegriff2=Getreideschwarzrost). Dasselbe gilt für Mais und Reis, die mit Weizen zusammen mehr als 90 % der Weltbevölkerung ernähren (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Getreide).

Das alleine ist es schon wert, dass wir auch inmitten unserer Industriegesellschaft selbst kleine Landschaften so schützen, dass die darin ablaufenden natürlichen Prozesse nicht von uns Menschen gefährdet sind und Pflanzen wie Tieren ein Überleben ermöglicht, die wir später womöglich zu unserem Überleben benötigen.

Solch eine "Minimaleinstellung" reicht jedoch der Menschheit auf Dauer nur um knapp am Aussterben vorbei zu gelangen. Wenn wir qualitativ hochwertig leben wollen müssen wir der Wildnis mehr Platz geben und als Menschheit bereit sein weniger Lebensraum einzunehmen. Dies kann nur bedeuten, dass wir als Menschheit global gesehen auf friedliche Art und Weise weniger werden müssen (auf dem Stand der Weltbevölkerung von heute betrachtet) bis wir gegenüber der Wildnis ein lebenswertes Gleichgewicht wiederhergestellt haben. Hierbei müssen wir als Industriegesellschaften der 1. Welt mit gutem Beispiel vorangehen und auch den Menschen der 2. und 3. Welt mit aktiver Hilfe und Rat beistehen. Erst wenn wir dies glaubhaft vorleben werden die Menschen der 2. und 3. Welt unserem Beispiel folgen.

 

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Ehrlich gesagt war dieses Thema überhaupt nicht auf meinem Radar als es mich voll erwischt hat!

Im Januar 2014 brachte ich unseren jüngsten Sohn (2014: 17 Jahre) nach Namibia, da er dort ein Jahr auf einer Farm verbrachte. Da dachte ich mir: wenn ich schon nach Namibia reise steige ich ja nicht gleich wieder in den Flieger und dreh um. Wenn ich schon da bin reise ich noch ein paar Tage. Ich fragte die Farmleitung ob es interessante Menschen gäbe, die ich kennen lernen könnte. Sie gaben mir die Kontaktdaten eines Buschmann-Pastors namens Gerrie aus Tsumkwe im Buschmannland Namibias an der Grenze zu Botswana. Ich rief Gerrie an und wir vereinbarten uns auf ein Treffen. Gerrie brachte mich mit seinem Bruder Coma, einem Jäger zusammen, der Leiter eines kleinen Dorfes (ca. 60 Bewohnter) ist, das 45 min. Autofahrt entfernt von Tsumkwe am Rand des Naturschutzgebiets Nyae Nyae inmitten der Kalahari liegt.

Foto_Coma

Foto_Coma_und_Xam_Chau

Links im Bild: Coma, der Jäger und Handwerker              Rechts im Bild (von rechts): Xam Chau, Gartenverantwortlicher; Coma, mein Übersetzer; Kim Seemann

Die Menschen dort nahmen mich so gastfreundlich auf und teilten alles mit mir, dass mir nach 4 Tagen dämmerte, dass ich nicht so sang- und klanglos einfach gehen konnte. Die Tage der Jagd mit den Männern, das Erzählen am Lagerfeuer, das Fußballspielen und Zuhören auf ihre Nöte und Freuden, Sorgen und Hoffnungen brachten mich diesen Menschen näher. Und es sind wunderbare Menschen! Obwohl ihre Geschichte eine unglaublich traurige Geschichte voll von Vertreibung, Verfolgung, Benachteiligung und Kampf um ihre Heimat ist sind diese Menschen immer noch fröhlich und gastfreundlich. Ja, sie haben sich sogar eine kindliche Freude bewahrt. Ihre Begeisterungsfähigkeit und Freude am Leben haben mich angesteckt!

Als ich ihre Lebenssituation bedachte wurde mir bewusst, dass sie Hilfe verdient haben. Aber ähnlich wie die Indianer Nordamerikas leben sie in einer Art Reservat und haben sich auch an die Lebensmittellieferungen der Regierung gewöhnt, d.h. es braucht auch ein Umdenken und eine unternehmerische Entschlossenheit damit sie aus ihren Abhängigkeiten heraus und in politische und wirtschaftlich-soziale Selbständigkeit kommen.

Doch als ich die Größe und Schwierigkeiten dieser Veränderungen so anschaute kam mir auch gleich der Zweifel: Was kann ich als Wildnisführer schon groß bewegen in Sachen Entwicklungshilfe? Ist diese Aufgabe nicht gleich mehrere Nummern zu groß für mich? Trotz aller Zweifel setzte ich mich am Ende der Reise im Januar 2014 mit den Ältesten des Dorfes zusammen und fragte sie: Was wollt ihr an eurem Leben ändern? Schnell kristallisierten sich folgende Bereiche heraus:

1. Vergrößerung des bisher kleinen Dorfgartens (ca. 15 x 30 m) und gezielte Ausbildung betr. Landwirtschaft mit dem Ziel der Selbstversorgung des Dorfes
2. Anpflanzen neuer Bäume für ein besseres Mikroklima
3. Anschaffen eines neuen Wassertanks um die Versorgung des Dorfes sicherzustellen wenn mehr Wasser für die Landwirtschaft gebraucht wird
4. Förderung und Ausbildung für die HandwerkerInnen des Dorfes betr. regional funktionierender Angebote (z.B. Sattelbau, Tankreinigung, Kleider- und Schuhherstellung u.a.m.)
5. Bau eines einfachen Campingplatzes, damit Gäste und Touristen im Dorf übernachten können und nicht nur in der Lodge in Tsumkwe 45 min. entfernt mit dem Ziel eine weitere Einnahmequelle für das Dorf zu errichten.

Zuhause veranstaltete ich Reiseabend um Reiseabend und brachte mithilfe der Christlichen Männerbewegung (CMB) um Hans-Peter Rösch, aber auch durch Einzelspenden von Freunden die ersten 300 Euro zusammen. Im Oktober 2014 reiste ich noch einmal nach Namibia, zum einen um meinen Sohn zu besuchen und 10 Tage mit ihm durch Namibia zu reisen, aber auch um das gesammelte Geld für die Buschmänner in die richtigen Dinge zu investieren!

Bitte schaut euch bzw. schauen Sie sich folgende Bilder an: 

a) Bilder der September-Reise 2015: http://www.simply-wilderness.com/index.php/touren/touren-foto-galerie?id=287
b) Bilder der Oktober-Reise 2014: http://www.simply-wilderness.com/index.php/touren/touren-foto-galerie?id=251
c) Bilder der Januar-Reise 2014: http://www.simply-wilderness.com/index.php/touren/touren-foto-galerie?id=196

Coma und sein Sohn bauen einen Zaun für den Dorfgarten 26 Bäume wurden geplanzt So könnte ein Kindergarten für die Buschmänner aussehen

Ja, wir haben einen ersten Teil geschafft!
1. Die Handwerker haben die ersten einfachen Werkzeuge und Materialien bekommen (Okt. 2014).
2. Wir haben den Garten um den Faktor 4 vergrößert (Okt. 2014).
3. Wir haben mehr als 20 Bäume gepflanzt (Okt. 2014).
4. Unsere Freunde Marc & Doro Heinzelmann von www.landy2go.de haben einen gebrauchten 10.000 Liter Wassertank geholfen im Dorf aufzustellen (Dez. 2014). Dieser Tank ist jetzt (Sept. 2015) voll und dient als Puffer für alle Wasserleitungen.
5. Der Campingplatz ist rausgesucht, gesäubert und das Mauern der Grillstellen hat begonnen (Okt. 2014). Im Jahr darauf (Sept. 2015) haben wir voller Stolz gesehen, dass die Buschmänner mit Natursteinen den Platz umrundet und Stellplätze markiert haben.

Aber es gibt noch viel zu tun! Wir wollen 2016 folgende Dinge anpacken und benötigen neben Geldern v.a. qualifizierte Ausbilder, die Know-how weitergeben und zwar für:
1. Die Erweiterung des Campingplatzes als Einnahmequelle für die Buschmänner: benötigt werden Wasser-Rohrleitungen, Duschen und Toiletten.
2. Den Bau eines Kindergartens im Dorf, der auch für die Dörfer drum herum offen ist mit der Perspektive daraus eine staatliche Schule auszubauen. Es gibt bereits 30 Kinder, die gerne in diese Vorschule gehen würden! Wir haben dazu einen Förderantrag bei der Deutschen Botschaft in Windhoek gestellt und warten auf Antwort bis ca. November 2015 mit einem möglichen Start der Bauarbeiten im Januar 2016.
3. Die Anbindung eines 2. Wasserlochs (bereits vorhanden) mit dem Anschluß einer 2. Solarpumpe, da die 1. Solarpumpe nicht ausreicht um die Versorgung der Menschen, des Viehs UND des Gartens für die gesamte Pflanzsaison sicher zu stellen. Um die Versorgung der Menschen und Tiere nicht zu gefährden und um eine redundante Lösung zu haben gehen wir hier auf eine 2. Pumpe.

Mein Wunsch an dich bzw. Sie ist es, dass du bzw. Sie doch einmal mit in dieses schöne Land Namibia kommen und die Buschmänner selbst kennen lernen! Wer Interesse hat kann z.B. eine Safari-Reise (auch mit Hilfseinsatz möglich) zu den Buschmännern bei uns buchen! Die Reisetermine der Saison findet ihr hier.

Wer gerne etwas für diese Arbeit geben will kann uns kontaktieren und wir leiten materielle wie finanzielle Hilfen gerne an die Buschmänner weiter!

Übrigens: wir geben mehr als 10 % unserer Einnahmen mit Wildnistouren an die Entwicklungshilfe für Buschmänner in Namibia!

Herzliche Grüße

Euer / Ihr Kim Seemann (Geprüfter Wildnisführer IWV und DiKA-Kanuguide) und Daniela Seemann (Internationale Management Assistentin)

Euch bzw. Ihnen gilt ein ganz herzliches Dankeschön!

 

 

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